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Der Protest geht weiter
Ortsumfahrung Ahrensfelde: Anwohner demonstrieren und schreiben Briefe
Anwohner in Marzahn-Nord und Ahrensfelde machen gegen die Pläne der Länder Berlin und Brandenburg für die Ortsumfahrung Ahrensfelde mobil.
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Übersichtsplan OU B158n Ausschnitt Quelle: Landesamt für Bauen und Verkehr |
Anfang November gingen zahlreiche Anwohner auf die Straße, um aus Anlass des Endes der öffentlichen Auslegung der Pläne zur Ortsumfahrung der beiden Landesregierungen zu protestieren.
„Je konkreter die Planungen werden, desto deutlicher wird, dass der Senat bei den Kosten getrickst hat“, sagt Günter Beckert von der Mieterschutzinitiative Marzahn. Die vorgelegten Unterlagen wiesen darauf hin, dass die Kosten für die Verlegung der Trinkwasserleitung nicht einberechnet wurden. „Das wird späteren Verhandlungen zwischen den Ländern und den Berliner Wasserbetrieben überlassen“, erklärt Beckert. Ähnlich verhalte es sich mit den Kosten für die notwendige Verlegung von Elektroleitungen oder von Straßenbahngleisen.
Neben den Anwohnern der Klandorfer Straße seien insbesondere Anwohner und Einrichtungen um die Schorfheidestraße und in der Märkischen Allee von der geplanten Ortsumfahrung betroffen. Da die vorgesehene Trasse die bisherigen Verbindungen abschneide, würde sich unter anderem der Schleichverkehr von und nach Ahrensfelde seinen Weg über die Schorfheidestraße suchen.
„Statt einer vernünftigen Ortsumfahrung bekommen wir eine Verlagerung des Verkehrs von der Dorfstraße hinter den Gartenzaun“, ergänzt Oda Formazin von der Bürgerinitiative in Ahrensfelde. Der überwiegende Teil der Gemeindebewohner sei sich einig, dass die geplante Trasse die Belastung der Anwohner verschärfe und gewachsenen Verbindungen zwischen Ahrensfelde und Marzahn kappe. Auch der Gemeinderat habe sich mehrfach gegen die Pläne ausgesprochen. Und noch wenige Tage vor dem Ende der Auslegung der Planunterlagen hätten Ahrensfelder nochmals zwei- bis dreihundert Einwendungen schriftlich eingereicht, sagt Formazin.
2012 wird es noch einen Anhörungstermin vor Ort geben. Das Verfahren zur Festsetzung der Pläne wird mindestens zwei Jahre dauern.
Nach Angaben der Bürgerinitiativen werden zahlreiche Klagen gegen die Planungen erwartet.
hari
Auszug aus Artikel der "Berliner Woche" vom 16. November 2011
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