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Galerie M: Die Zeit läuft ab

Die Kultureinrichtung des Bezirksamtes muss dringend saniert werden.

Dank der Degewo kann der Bezirk die kommunale Galerie M noch geöffnet halten.
Doch inzwischen verspürt das Unternehmen immer weniger Lust, diese Unterstützung fortzuführen.


Seit Jahren zahlt der Bezirk der Degewo nur ein sogenanntes monatliches „Nutzungsentgelt“ von 1200 Euro.
Die eigentlich zu zahlende Miete würde für vergleichbaren Wohnraum an der Marzahner Promenade rund 3200 Euro betragen.
Hinzu kommen Betriebskosen von monatlich 2450 Euro, die von der Degewo gezahlt werden. Nur weil die Degewo das „Nutzungsentgelt“ bislang stillschweigend akzeptierte, konnte die Galerie bestehen bleiben.
Doch inzwischen gilt das Einvernehmen der Degewo nur noch bedingt. Das Gebäude muss saniert werden. Doch die Bereitschaft in die Immobilie zu investieren, ist eher gering.
„Das können wir angesichts der Ertragslage kaum leisten“, sagt Erika Kröber, Pressesprecherin der Degewo. Und Degewo-Vorstand Frank Bielka will den momentanen Zustand nur solange noch dulden, bis sich ein neuer Mieter findet.


In den ersten Monaten des Jahres hat das Bezirksamt fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Ein Umzug der Galerie in das Freizeitforum Marzahn wurde erwogen. Gleichzeitig sollte das in Fußweite gelegene Bürgeramt Marzahn in das derzeitige Gebäude der Galerie umziehen.
Der für die Bürgerämter zuständige Stadtrat Christian Gräff (CDU) hätte so mehr Platz für das Bürgeramt erhalten. Doch auch diese Gedankenspiele scheiterten
an den Kosten. Kultur- und Immobilienstadtrat Stefan Richter (SPD): „Der Umbau der Galerie M zu einem Bürgeramt wäre zu teuer.“ Richter hat eigene Pläne. Bei den Beratungen zum Haushalt 2012 kündigte er an, dass er aus seinem Haushalt nicht nur die vollen Betriebskosten, sondern auch einen symbolischen Mietpreis von einem Euro pro Quadratmeter zahlen will. Finanzstadtrat Stefan Komoß (SPD) ist das nur zu recht. Mehr Geld will er aber seinem Parteikollegen nicht zur Verfügung stellen. Im Gegenteil. Das Bezirksamt muss weiter sparen. Komoß: „Im Haushalt 2012 werden dem Bezirk neun bis zehn Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen als in diesem Jahr.“
hari

Auszug aus Artikel der "Berliner Woche" vom 25. Mai 2011
Website der Berliner Woche: hier klicken

Foto: H.Ziemann


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