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Grünes Licht für neue Brücke
Nach jahrelanger Verzögerung stehen Bahn und Bezirk vor einer Einigung.
Schon seit Langem ringt der Bezirk um eine Verlängerung der Eastgate-Brücke, um den Zugang zum Marzahner Parkfriedhof zu erleichtern. Doch Jahr für Jahr tun sich neue Hindernisse auf.
Erst stieg die Knorrbremse als Bauherr aus, dann wieder mangelte es am Geld.
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Kreuzgefährlich ist die Eisenbrücke am S-Bahnhof Marzahn, die das Wohngebiet an der Märkischen Allee mit dem Wiesenburger Weg verbindet. Die Treppen sind insbesondere für ältere Menschen eine Zumutung. Foto: Staacke |
Die betroffenen Anwohner sind stinksauer. „Das ist kein Zustand“, schimpft Marcel Wendler. Seitdem seine 72-jährige Mutter auf der Eisentreppe schwer gestürzt ist, fällt ihr das Gehen schwer. Und wenn die Seniorin die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen auf dem Friedhof aufsuchen will, muss sie ein Taxi nehmen. „So geht es vielen Leuten“, sagt Wendler. Seit Jahren würden die Zuständigkeiten hin und her geschoben und nichts passiere.
Auch der Bürgerinitiative „Marzahner Promenade“ platzt langsam der Kragen. Unter dem Thema „Es reicht jetzt“ macht sie mobil und lädt Politiker, Unterstützer und Anwohner zu einer Zusammenkunft am 19. April, 19 Uhr, in den Kieztreff, Marzahner Promenade 38. „Wir fordern eine konkrete Lösung“, so Sprecher Bodo Lützenberg.
Indes soll nach Angaben des zuständigen Stadtrates Christian Gräff (CDU) der Verlängerung der Eastgate-Brücke zum Wiesenburger Weg nichts mehr im Wege stehen. „Wir haben uns mit der Bahn AG geeinigt, dass die Brücke gebaut wird“, sagte der Wirtschaftsstadtrat auf Nachfrage der Berliner Woche. Einen Termin gebe es allerdings nicht. Nur soviel stehe fest: Die Planungen sollen in diesem Jahr fortgeführt werden. Demnach soll die Eastgate-Brücke vom S-Bahnhof Marzahn um 27 Meter verlängert werden. Über eine Rampe könnten künftig auch Rollstuhlfahrer, Radfahrer oder Eltern mit Kinderwagen aus dem Wohngebiet den Parkfriedhof barrierefrei erreichen. Damit würden Gehbehinderte erstmals die Möglichkeit erhalten, ohne fremde Hilfe auf den Friedhof zu gelangen.
Anstelle der alten Eisenbrücke am südlichen Ende des Bahnsteiges soll ein neuer Brückensteg die Märkische Allee mit dem Gewerbepark „Georg Knorr“ verbinden. 2,2 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln stünden bereit. Der Senat übernähme den Eigenanteil des Bezirks in Höhe von 250 000 Euro.
Der Stadtrat hofft, dass noch in diesem Frühjahr das Brückenprojekt per Unterschrift besiegelt wird.
Sta.
Auszug aus Artikel der "Berliner Woche" vom 06. April 2011
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